Ministerpräsident Reiner Haseloff zu Gast in Hettstedt

Drucken
Geschrieben von Frank Hergeröder - 21. Juni 2012 - Veröffentlicht am 21. Juni 2012
Zugriffe: 2925

agthe-gangolfkirche007Die Gangolf Kirche in Hettstedt konnte am Sonnabend den 16.Juni 2012 einen hohen Gast begrüßen: Ministerpräsident Reiner Haseloff gab dem Förderverein Gangolfkirche die Ehre, dem Festkonzert zur Feier des 250. Geburtstages des Hettstedter Komponisten Carl Christian Agthe beizuwohnen. Agthe verbrachte seine Kindheit in Hettstedt und wurde nach einer Station in Reval Kapellmeister am Ballenstedter Hof. Von Kennern als ‚Mozart des Harzes‘ bezeichnet, sind seine Werke dennoch bis heute kaum publiziert und entsprechend wenig bekannt. Auch für Ministerpräsidenten Haseloff war daher das Konzert eine Entdeckungsreise in die Musik Agthes. Haseloff lobte zudem den Förderverein und besonders dessen Vorsitzende Waltraud Hornickel für die mustergültige Sanierung der kleinen Gangolfkirche. Für Haseloff war es klar, daß diese Bergmannskirche vielleicht eine der ältesten Kirchen der Region darstellt, denn der Kult des heiligen Gangolf wurde schon gegen Ende des ersten Jahrtausends gepflegt und wurde danach recht selten. Haseloff lobte daher anerkennend die besondere Atmosphäre an diesem Ort.

In seiner nachfolgenden Rede kündigte Landrat Dirk Schatz an, daß der Landkreis eine Umbenennung der Kreismusikschule nach Carl Christian Agthe prüft. Bürgermeister Danny Kavalier bedankte sich für diese Initiative und betonte nochmals, was für ein schöner Zuwachs für die lokale Identität es wäre, wenn Agthe mehr im allgemeinen Bewußtsein verankert würde.

Das Konzert wurde vom Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode unter der Leitung von Christian Fitzner durchgeführt. Ausgewählt waren 3 Sinfonien sowie ein Konzert für Flöte und Orchester. Um die ganze Bandbreite des Schaffens Agthes aufzuzeigen, kamen auch Lieder für Sopran ausgeführt von Bini Lee Zauner zu Gehör.

Als weitere prominente Gäste waren die Ministerin a.D. Petra Wernicke, sowie die Landtagsabgeordneten Thomas Leimbach und Norbert Born. Besonders erfreut hat den Verein die Anwesenheit von Hildegard Ramdohr, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und Ehrenbürgerin von Aschersleben, die sich zeitlebens für die lokale Kultur eingesetzt hat und ein lebendiges Zeichen für gute nachbarschaftliche Beziehungen in der Region setzte.